Korsika - Kurvenreiche Insel der Schönheit
Korsika hat mich bei meinem ersten Besuch im September 1990 so fasziniert, dass ich ein Jahr später nochmal hingefahren bin. Damals war ich noch mit Rucksack und öffentlichen Verkehrsmittel und einem anderen Reisepartner unterwegs und ich hatte Bedenken, ob Korsika nach zahlreichen Fernreisen, vor allem in den Südwesten der USA mit seinen einzigartigen Naturwundern und relativ entspannten Autofahrten über Land das richtige Ziel für uns ist.
Und so vergehen bis zu meinem dritten Besuch fast 34 Jahre und es vergeht fast ein weiteres Jahr, bis ich mit dem Reisebericht anfange. Das hat seine Gründe und ich überlege lange, ob ich ihn überhaupt schreiben soll. Aber nach fast 10 Monaten beschließe ich, unsere Erfahrungen (im wahrsten Sinne des Wortes) mit der kurvenreichen Insel der Schönheit doch mich euch zu teilen.
In Korsika und vermutlich auch in allen anderen Ländern mit vielen kurvenreichen Straßen gibt es ein Sprichwort: „Es gibt nur zwei Kurven: Eine Links- und eine Rechtskurve“. Und es gibt zwei Arten von Verkehrsteilnehmer(innen): Die, denen Kurvenfahren Spaß macht und die, denen die ständige Kurverei und die wagemutigen Zeitgenossen, die um die Kurve geschossen kommen, als wären sie allein auf der Welt, auf die Nerven bzw. auf den Magen gehen. Ich gehöre zur zweiten Kategorie.
Trotzdem bin ich froh, dass wir diese Reise unternommen haben, auch wenn sie vor allem für mich teilweise extrem mühsam war. Denn eines steht fest: Korsika hat den Beinamen „Île de beauté“ (Insel der Schönheit) wirklich verdient.