Fahrt von Calvi nach Porto - Dia-Faszination-Natur

Mount Ngarahoe im Tongariro Nationalpark in Neuseeland
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Fahrt von Calvi nach Porto
Die zweistündige Fahrt von Calvi nach Porto ist abwechslungs- und kurvenreich. Obwohl Manfred langsam fährt und ich in weiser Vorsicht schon sehr wenig gefrühstückt habe, machen mir die vielen Kurven zu schaffen und ich bin dankbar für die regelmäßigen Fotostopps, auch um die üppige Vegetation zu fotografieren.
Auf halber Strecke kommen zum ersten Mal die roten Felsen des Golfs von Porto in Sicht. Manfred ist total fasziniert von diesem Ausblick. Eigentlich sollte ich mich auch auf einige der absoluten Highlights freuen, wegen denen ich unbedingt wieder nach Korsika fahren wollte. Aber meine Vorfreude wird am 24.05.2025 durch meine beinahe schon chronische Reiseübelkeit getrübt und ich schlafe sogar einmal kurz ein. Das passiert mir normalerweise erst nach ein paar Wochen und nicht schon nach ein paar Tagen.
Natürlich nimmt auch das Verkehrsaufkommen zu, aber es ist deutlich geringer als bei meinen ersten Reisen im Herbst 1990 und 1991, vor allem sind viel weniger Busse unterwegs, dafür viele Motorradfahrer, die das Kurvenfahren sicher genießen.
Wir sehen aus wie Indiana Jones
Ich bin froh, dass wir kurz nach Mittag bereits in unserem Hotel einchecken können. Die Frau an der Rezeption scherzt, dass wir aussehen wie Indiana Jones. Ich hoffe, dass wir unsere Hüte bald wieder auf einer Wanderung tragen können.
No speak English
Porto ist der ideale Ausgangspunkt für die Calanques und eine Bootstour zum Meeresschutzgebiet Scandola. Die können wir an einem Stand direkt vor unserem Hotel buchen und zwar auf Französisch, weil der Tourenanbieter vor dem Hotel kein Englisch kann. Nachdem mein Schulfranzösisch schon ein wenig eingerostet ist, verstehe ich nicht genau, wo das Boot abfährt und wir stehen erst mal in einer Bucht mit einer Behelfsanlegestelle, die uns für touristische Zwecke eher ungeeignet erscheint. Es gibt auch weit und breit keine Schilder von Bootstouren-Anbietern. Also fragen wir nochmal nach und beim zweiten Versuch finden wir die richtige Anlegestelle.
Blick vom Genueser-Turm
Anschließend erklimmen wir die Stufen zum Genueser-Turm, der einen schönen Blick über die Bucht von Porto bietet. Auf der anderen Seite kraxelt gerade eine Schweizer Klettergruppe hoch, voll ausgerüstet wie in alpinem Gelände. Die sind ein wenig sportlicher als wir.
Mir ist es fast schon zu heiß und ich bin ganz froh, als wir um 16 Uhr wieder in unserem nahe gelegenen mit Blick auf den Golf von Porto sind. Den können wir auch beim Abendessen auf der sonnigen Terrasse eines Lokals auf der anderen Seite der Bucht genießen.
Gelungener Abschluss
Nach dem malerischen Sonnenuntergang, den wir von der Uferpromenade aus beobachten, gönnen wir uns noch einen Absacker in einer Bar. Die junge Bedienung stammt aus Spanien und freut sich, als Manfred sagt, dass ich Spanisch spreche. Sie duzt mich dann auch sofort, wie das im spanisch-sprachigen Raum so üblich ist und verabschiedet sich mit „Danke schön“ (auf Deutsch). Vermutlich beherrscht sie die gängigen Floskeln in mehreren Sprachen. Aber das ist nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der Herr, bei dem wir am Nachmittag die Bootstour gebucht haben, nur Spanisch spricht. Für uns war das ein netter Abschluss dieses Tages und wir sind sicher, dass das nicht der einzige Besuch in dieser Bar bleiben wird.
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