Grand Canyon Nationalpark 

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Lage: Arizona, 160 km nördlich von Flagstaff
Besucher pro Jahr:       5 Millionen

Hintergrundinformationen: 

 

 

Der Grand Canyon gilt als eines der grandiosesten Naturwunder und die faszinierendste Schlucht  der Erde.

Millionen Besucher aus der ganzen Welt sind immer wieder überwältigt von diesem atemberaubenden Anblick.

Der durchschnittliche Besucher verbringt ca. 3-4 Stunden am Grand Canyon.

Maße:

 

Der Grand Canyon ist die längste und tiefste Schlucht der Erde.

Er ist 450 km lang, 16 km breit und 1.600 Meter tief mit durchschnittlichen 13 % Steigung bzw. Gefälle.

Klima:

 

 

 

Durch die enormen Höhenunterschiede herrschen auch enorme Temperaturunterschiede.

Der Rand des Grand Canyons liegt auf 2100 Metern, der Colorado auf 600 Metern.

Während am Rim im Winter grundsätzlich Schnee liegt, hat noch nie eine Schneeflocke das Innere des Canyons erreicht.

Temperaturen über 40° C sind hier in der warmen Jahreszeit an der Tagesordnung.

Geologie

 

 

6 Millionen Jahre lang hat der Colorado River jeden Tag 500.000 Tonnen Sand und Gestein abgetragen

und dieses großartige Naturwunder geschaffen.

Der Canyon spiegelt in  seinen zahllosen geologischen Schichten zwei Milliarden Jahre Erdgeschichte wider. 

Geschichte

 

 

In vorkolumbianischer Zeit wurde der Grand Canyon von Indianern bewohnt.

1869 bezwang der einarmige Major John Wesley Powell und seinen Begleitern als erster mit vier Booten den Colorado.

1909 wurde der Grand Canyon zum National Monument und 1919 zum Nationalpark ernannt.

Die Farben des Canyons:

 

Der Grand Canyon ändert im Laufe des Tages immer wieder die Farbe – je nach Lichteinfall. 

Am klarsten sind die Farben am frühen Morgen oder in der kalten Jahreszeit, weil hier die Luft klarer ist.

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Flora und Fauna:  

 

 

 

 

Der Grand Canyon liegt in einer sehr waldreichen Umgebung.

Auch im Canyon finden sich Bäume (Kiefern, Pinien), Büsche und bis zu 3 Meter hohe Agaven.

Aufgrund der hohen Besucherzahlen finden Sie am Rand des Grand Canyons kaum Tiere.

Streifenhörnchen trifft man auf Wanderungen in den Canyon häufig an.

2007 hatten wir auf unserer Wanderung auf dem Rückweg ein ziemlich aufregendes Erlebnis mit einem Condor.

2010 genoss am Parkplatz ein Wapiti die grandiose Aussicht auf den Grand Canyon.

Rim-Walks (leicht !)              
 

 

Auch ein ungeübter Wanderer kann gemütlich am Canyonrand entlang spazieren und die grandiose Aussicht genießen.

Eine Wanderung zwischen den Haltestellen der Shuttle ist ein einfaches und  beeindruckendes Erlebnis.

Der Canyon nimmt immer wieder andere Farben und Formen an.

Trails in den Canyon
(anstrengend !) 
 
 

Es gibt mehrere Trails in den Grand Canyon.

Rein technisch gesehen sind die meisten dem mittleren Schwierigkeitsgrad zuzuordnen.

Die Wege sind meistens relativ breit und gut angelegt.

 

Sie benötigen nicht unbedingt Trittsicherheit wie in den Bergen.

Aber der Grand Canyon ist mit bis zu 13 % durchschnittliche Steigung und Gefälle enorm steil.

Wenn Sie bis zum Colorado gehen wollen, gilt es, über 1.600 Höhenmeter zu überwinden.

Die Wanderung bis zum Colorado ist nur geübten und ausdauernden Wanderern zu empfehlen.  

Die Warnhinweise, die Wanderer auf die Gefahren dieses Unternehmens aufmerksam machen, sind durchaus ernst zu nehmen.

Jedes Jahr müssen über 250 Personen aus dem Grand Canyon evakuiert werden und es sind auch Tote zu beklagen.

Die häufigsten Ursachen für Evakuierungen sind an Hitzschlag, Herzschlag, Überanstrengung oder an den Folgen von Flüssigkeitsmangel.

Klicken Sie hier für Tipps fürs Wandern

 

Aussichtsplattformen im Grand Canyon 

Viele Besucher wandern bis zu den Aussichtsplattformen im Grand Canyon.

In der Regel benötigen Sie für den Aufstieg die doppelte Zeit wie für den Abstieg.

Auf dem Bright Angel Trail und South Kabab Trail können Sie in 3-4 Stunden zur Aussichtsplattform und zurück wandern

(ca. 2,5 km einfache Strecke, 350 Höhenmeter)

Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Wanderung früh am Morgen beginnen.

Hier müssen Sie bereits am Vormittag bereits mit heißen Temperaturen rechnen.

Und bei der Anstrengung kommen Sie auch so schon genug ins Schwitzen.

Bright Angel Trail     14,5 km einfach, Zeitbedarf: Abstieg 3-4 Stunden, Aufstieg 5-8 Stunden
 

Der Bright Angel Trail ist der beliebteste Trail im Grand Canyon, aber nicht der beste. 

Er ist nicht so steil wie die anderen Trails und deshalb etwas leichter zu gehen.

Außerdem ist er der einzige Trail, an dem es Wasser gibt (an drei Stellen).

Leider beginnt er in einem Seitenarm des Canyons und so ist der Blick am Anfang etwas versperrt.

Der Bright Angel Trail ist gleichzeitig der "Muli-Trail"

Die meisten organisierten Mulitouren reiten hier hinunter und wieder hinauf.

Das führt zu erhöhter Staub- und Geruchsbelästigung.  

in den trockenen und heißen Sommermonaten kann das besonders unangenehm werden.

South Kabab Trail 

11 km einfach, 13 % durchschnittliche Steigung

(Best of Grand Canyon) Zeitbedarf: 2-3 Stunden im Abstieg, ab 5 Stunden im Aufstieg
 

Der South Kabab Trail gilt als der beste Trail im Grand Canyon.

Er ist wesentlich steiler als der Bright Angel Trail, dafür aber 3,5 km kürzer.

Am South Kabab Trail haben Sie von Anfang an den freien Blick auf den Canyon. 

Den Colorado sehen Sie zum ersten Mal am Skeleton Point, dem besten Aussichtspunkt im Grand Canyon

(ca. 5 km einfache Entfernung und ca. 700 Höhenmeter)

Am South Kabab Trail gibt es kein Wasser.

Unbedingt genügend Flüssigkeit mitnehmen !

Bericht unserer letzten Wanderung zum Skeleton Point im Mai 2010

Bericht unserer Wanderung zum Skeleton Point im Juni 2007

Grand View Trail 

10 km retour bis zur Horseshoe Mesa

(einsam und grandios) Zeitbedarf: Abstieg 1,5-2 Stunden, Aufstieg 3-4 Stunden
 

Der Grand View Trail ist eine lohnende Tageswanderung zur Horseshoe Mesa. 

Er macht seinem Namen alle Ehre. Die großartige Aussicht können Sie auch hier von Anfang an genießen.

Der Trail ist technisch schwieriger als der Bright Angel oder South Kabab Trail.

An der Horseshoe Mesa befindet sich ein Campingplatz mit einer Ruine einer Behausung aus den Zeiten, an denen die Mine noch in Betrieb war.

Hier finden Sie jede Menge historischem Unrat wie alte verrostete Blechbüchsen.

Die Sanitäreinrichtungen sollten Sie vielleicht besser auch nicht benutzen.

Gut 1 km und 150 Höhenmeter unterhalb der Horseshoe Mesa ist eine Quelle (Miners Springs).

Hier gibt es auch eine alte Mine, die Sie besichtigen können – Taschenlampe und Abenteuergeist mitbringen.

Wir haben uns mit dem grandiose und ungestörte Wandererlebnis abseits vom Grand-Canyon-Massentourismus zufrieden gegeben.

Der Grand-Canyon-Marathon - Zum Colorado und zurück an einem Tag

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Ranger raten dringend ab, an einem Tag zum Colorado und wieder zurück zu wandern.

Nur ist die Phantom Range leider den Teilnehmern organisierter Mulitouren vorbehalten.

Der angeschlossene Campingplatz ist meistens lange im voraus ausgebucht.

Hinzu kommt, dass Sie bei einer Übernachtung im Canyon Ihre gesamte Campingausrüstung mitschleppen müssen.

Das macht vor allem den Aufstieg am nächsten Tag nicht unbedingt leichter.

Wir haben den South Kabab Trail einmal an einem einzigen Tag erwandert.

Wir haben für diese Tour 8:20 Stunden benötigt:

3 Stunden im Abstieg, 30 Minuten Mittagspause und knapp 4 Stunden im Aufstieg.

Manfred hat es einige Jahre vorher – alleine – in ca. 6 Stunden geschafft.

Allerdings existieren von dieser Wanderung kaum Fotos. Warum wohl ?

Mit Muse und Ruhe und (Foto-) Pausen macht es jedenfalls mehr Spaß.

Für alle, die den Grand-Canyon-Marathon planen, haben wir einige Tipps fürs Wandern

Shuttle

 

Die meisten Straßen können von Ende März bis Ende September nur noch mit der kostenlosen Shuttle befahren werden.

Nur der Eastrim Drive ist immer für Privatfahrzeuge freigegeben.

Organisierte Touren: 

Muli-Touren in den Canyon mit Übernachtung auf der Phantom Range

Helicopter-Rundflüge ab Tusayan (auch ab Las Vegas verfügbar)

Schlauchboottouren in den Canyon (sehr teuer und lange im voraus ausgebucht)

Campingplatz bei der Phantom Range ist meist lange im voraus ausgebucht

Plätze in der Phantom Range sind für die organisierten Mulitouren reserviert, als Hiker hat man kaum eine Chance.

Camping:        

 

Die  Campingplätze am Grand Canyon sind meist ausgebucht.

Wir können als lohnende Alternative den NF-Campingplatz Ten-X bei Tusayan empfehlen

(ca. 15 km südlich des Parkeingangs)

Ortschaften:

 

Das Grand Canyon Village bietet alles, was der Tourist wünscht,  incl. mehrere Lodges

Tusayan – ca. 15 km südlich des Parkeingangs bietet alles, was man so braucht:

Hotels, Motels,  Supermarkt, Fast-Food- und andere Restaurants, Souvenirshops, Internetcafé

 

Grand Canyon Bildergalerie

Wanderung Skeleton Point 2010     Reisebericht Grand Canyon North Rim 2010    

Wanderung Skeleton Point 2007      Reisebericht Grand Canyon North Rim 2007    

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