Straubing - die Gäubodenmetropole

Die Gäubodenmetropole Straubing wurde im Jahr 1218 gegründet, weil sie recht günstig an der Handelsstraße von
München über Landshut nach Böhmen lag, die hier die Donau kreuzte - damals die wichtigste Verkehrsverbindung.

Die Dreifaltigkeitssäule am Stadtplatz wurde 1709 im Spanischen Erbfolgekrieg errichtet, aufgrund eines Gelübdes.

In der Ursulinenkirche haben die Gebrüder Asam ihr letztes gemeinsames Meisterwerk geschaffen.


Das Wahrzeichen der Stadt ist der 68 Meter hohe, spätgotische Stadtturm (Baubeginn
1316, Fertigstellung Ende 16. Jahrhundert). Eine Turmführung bietet einen schönen
Blick auf die Stadt bis hin zum Bayerischen Wald und dem Gäuboden (Bild oben rechts).

Im Rahmen der Führung können Sie auch die ehemalige Türmerwohnung besichtigen.

Die Turmuhr hat das zweitgrößte Zifferblatt in Deutschland – mit 7 Metern Durchmesser.
Das größte ist am Hamburger Michel mit 8 Metern Durchmesser.

 

Der Römerschatz im Gäubodenmuseum ist bis heute der größte geschlossene Fund
seiner Art und damit weltweit einzigartig.

1950 entdeckten Bauarbeiter im Süden der Stadt einen umgestülpten Kupferkessel
mit 116 römische Rüstungen, Statuetten, Beinschienen, Gesichtshelme und ähnlichem.

Der sensationellen archäologischen Fund ging durch die Weltpresse.
 





 

Auf dem Herzogschloss (Bild oben Mitte) residierten der Wittelsbacher Herzog Ernst,
sein Sohn Herzog Albrecht III. (1336-1404) und seine schöne Frau, die er heimlich
geheiratet hatte - die
Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer.

Im Mittelalter galt der Baderstand als unehrenhaft, die Kinder aus einer derart unstandes-
mäßigen Ehe konnten die Thronfolge nicht antreten. Folglich hätten die Wittelsbacher
Nachbarn in Landshut oder Ingolstadt die Regentschaft übernommen.

Albrecht weigerte sich, sich von seiner geliebten Frau zu trennen. Und so ließ Herzog
Ernst die ungeliebte Schwiegertochter unter dem Vorwurf der Hexerei und des Landes-
verrates zum Tode verurteilen und am 12. Oktober 1435 in der Donau ertränken.

Alle vier Jahre finden Ende Juni bis Mitte Juli die Agnes Bernauer Festspiele statt
(nächste Aufführung 2007).

 

Berühmte Straubinger

 

Joseph von Fraunhofer (1787-1826), bedeutender Optiker

 

Ulrich Schmidl (um 1510-1579), Patriziersohn  und Mitbegründer von Buenes Aires

Mathias von Flurl (1756-1823), Begründer der bayerischen Mineralogie und Geologie

Emanuel Schikaneder (1751-1812), Wandermusikant, Schauspieler und Theaterdichter

Der berühmte Biedermeiermaler Carl Spitzweg arbeitete in der Löwenapotheke 1829
als Provisor

 

Gäubodenfest

 

 

Seit 1812 findet in Straubing das Gäubodenfest mit der Ostbayernschau statt.
Das Gäubodenfest ist das zweitgrößte Volksfest in Bayern nach dem Oktoberfest.
 

   

Sehenswürdigkeiten in
der Nähe von Straubing
 

Bogenberg - der "Heilige Berg Niederbayern" mit schönem Blick über die Donau
und zum Gäuboden

 

    

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