Tongariro Nationalpark

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Lage

ca. 80 km südwestlich von Taupo, ca. 210 km südwestlich von Rotorua

Länge  

17 km

Dauer
 

7-8 Stunden 
Der Ausgangs- und Endpunkt liegen 25 km voneinander entfernt. Bustransport verfügbar !

Schwierigkeitsgrad
 

Am Anfang und am Ende leicht bis mittel
Auf weiten Teilen schwierig, Trittsicherheit und feste Schuhe erforderlich

Die spektakulärste Tages-
wanderung Neuseelands

Der Tongariro Nationalpark gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten einer Neuseelandreise
und zieht jährlich über eine Million Besucher aus aller Welt an.

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Immer mehr Abenteuerhungrige stellen sich der Herausforderung der anstrengenden
7-8-Stunden-Tour über scharfkantige Lava, vorbei an dampfenden Vulkanen, den steilen 
Weg vorbei am faszinierenden  Red Crater hinunter zu den türkis schimmernden Emerald 
Lakes.
Nicht umsonst gilt das Tongariro Crossing als die spektakulärste Tageswanderung am
schönsten Ende der Welt.
 

TONGARIRO1103.jpg (92685 Byte) Anfangs sieht alles noch ganz einfach aus. Über Holzplanken geht es im Gänsemarsch durch Lavafelder, Tussockgras, Moose und Flechten vorbei an einem kleinen Bach, den es irgend-
wann zu überqueren gilt. 
Schon bald wird das Gelände anspruchsvoller und beim steilen Anstieg über scharfkantige
Lava treten die ersten Schwierigkeiten auf. Nun machen sich jahrelange Bergerfahrung und 
die richtige Ausrüstung bewährt. Aufgrund des großen Andrangs geht es nur langsam voran, 
für Turnschuhe oder gar Sandalen ist dieses Gelände nicht mehr geeignet.
TONGARIRO0801.jpg (58070 Byte) Entlohnt wird der Wanderer durch spektakuläre Ausblicke auf den Mount Ngauruhoe - den formschönen Vulkankegel, der aus der Nähe noch viel faszinierender aussieht als von der
Straße aus. In allen Farben schillert der Vulkan und ganz oben dampft es aus einigen Ritzen.
Wer ganz hoch hinaus will, kann den 2.291 Meter hohen Gipfel erklimmen - ein mühsames Unterfangen, denn zwei Schritte vorwärts bedeuten meistens einen Schritt zurück.
Die Besteigung des Ngauruhoe ist nur sehr konditionsstarken und erfahrenen Wanderern 
anzuraten, zwei bis drei Stunden dauert der anstrengende Exkurs .Runter geht es recht
flott, vorausgesetzt, dass Sie gerne in  rasantem Tempo über loses Geröll schlittern.
TONGARIRO0901.jpg (60784 Byte) Weiter geht es zum Red Crater - eine spektakuläre Felsformation prägt diesen einzigartigen Vulkankrater, überall dampft es aus der Erde, das Gestein spendet wohltuende Wärme. Auf 1.665 Metern zeigt  das Thermometer gerade noch 6-8 ° C an und ein starker, eisiger Wind 
lässt die Temperaturen noch  viel kälter erscheinen.

Nun geht es steil hinab über loses Geröll und sandigem Untergrund. Während Manfred 
die rasante Talfahrt genießt, lässt Elisabeth es lieber ein wenig langsamer angehen. Die ständigen Stürze vor, hinter und sogar neben ihr bestätigen, dass hier Vorsicht geboten ist.
TONGARIRO0104.jpg (45051 Byte) An den türkis schimmernden Emerald Lakes ist vor spektakulärer Hintergrundkulisse 
die wohlverdiente Mittagspause angesagt. Nach all den Strapazen und mit Blick auf 
den idyllischen Bergsee und die fantastische Vulkanlandschaft schmeckt die Brotzeit 
gleich doppelt so gut.

Frisch gestärkt geht es nun etwas weniger steil und auf sandigem Untergrund bergab.

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Immer wieder passieren wir Lavafelder, die Temperaturen steigen und die Vegetation
wird immer üppiger. Der schwierige Teil liegt hinter uns, nun ist es einfach gemütliches
Bergwandern. Wir finden Zeit und Muse, uns an den Pflanzen am Wegrand zu erfreuen, 
die gute Fotomotive - und sicher auch ein gutes Motive für eine kleine Rast bieten.

Später sind unzählige Stufen zu bewältigen - eine Herausforderung für Knie und 
Gelenke, die mit schönen Ausblicken auf den Lake Taupo entlohnt wird.

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Weiter geht es zum absoluten Endspurt - vorbei an Thermalfeldern und durch Bäche - 
der Zugang  zu den heißen Quellen bleibt uns verwehrt. Sie liegen auf Privatgrund und 
den Besitzern wurde wohl  der Andrang zu groß. Ein Schild weist  darauf hin, dass der 
Zutritt zur natürlichen Badewanne nicht erwünscht ist.

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Schließlich empfängt uns Regenwald mit fröhlich zirpenden Insekten und wohltuendem 
Schatten. In der Sonne ist das Thermometer auf 25 ° C geklettert - die Temperaturunter-
schiede sind hier nicht zu verachten, da ist die richtige Kleidung gefragt.

Nach einem schönen gemütlichen Waldspaziergang stoßen wir nach 6:30 Stunden  am 
Parkplatz am anderen Ende des Trails auf ein paar Hundert Wanderer, die genau  wie 
wir auf den Rücktransport zu ihrem Campingplatz oder Motel  warten. 

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Aus allen Richtungen fahren  Busse aufs Gelände, auch die Polizei legt einen kurzen Boxenstopp ein. Die einsamen Parkplätze gelten in Neuseeland als unsicher, aber
einsam ist dieser Parkplatz am Nachmittag nicht mehr. Es ist nichts passiert, die 
Freunde und Helfer tun es nur den erschöpften Wanderern gleich und besorgen sich 
am fahrbaren Imbiss eine kleine Stärkung. Wem unterwegs die Vorräte ausgegangen 
sind, muss jetzt wenigstens nicht mehr darben. Vom heißen oder kalten Getränk bis 
zum Hotdog oder Speiseeis ist hier alles geboten. Am Kiosk herrscht Hochbetrieb.

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Pünktlich auf die Minute trifft auch unser Bus ein. Der freundliche Maori, der uns am Morgen 
noch wertvolle Informationen und eine Telefonnummer für Notfälle gegeben hat - irgendwo 
findet man da oben sicher ein Telefon - stellt beim Abzählen beruhigt fest, dass es wieder 
einmal alle geschafft haben. Alle sind heil ans Ziel gekommen - die erfahrenen Hiker genau 
so wie die vielen Touries aus aller Welt, die vielleicht gar nicht so genau wussten, worauf sie
sich da einlassen.

Jeder hängt seinen Gedanken nach, lässt die Bilder des Tages passieren und denkt zurück
an die vielen landschaftlichen Höhepunkte in diesem einzigartigen Vulkangebiet.

Und es sind sich sicher alle einig: So anstrengend es auch war - die Mühe hat sich gelohnt. 

Das Tongariro Crossing ist in der Tat die spektakulärste Tageswanderung Neuseelands -
vielleicht sogar die spektakulärste Wanderung überhaupt am schönsten Ende der Welt -

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