Tierwelt im Westen der USA
| Reiseführer und Naturführer versprechen eine ungeheuere
Artenvielfalt – die zweifelsohne auch besteht.
Nur bekommt der Tourist die meisten Arten nur selten oder gar nicht zu Gesicht. Wild lebende Tiere und gehen dem Menschen aus dem Weg, wenn es geht. Hinzu kommt, dass sich viele Tiere vor der Hitze des Tages zurückziehen und nur in den kühleren Abendstunden oder am frühen Morgen zu sehen sind. Die besten Chancen, Tiere zu sehen, haben Sie auf Wanderungen abseits der ausgetretenen Pfade oder auf Campingplätzen in der freien Natur Kleine Säugetiere |
Am häufigsten treffen Sie Nagetiere und Eidechsen an.
Von den Schlangen sind in den USA bis auf vier Arten alle harmlos sind.
Tiererlebnisse sind immer etwas Besonderes – auch Begegnungen mit den ganz Kleinen.
Ein Streifenhörnchen, das im Grand Canyon genüsslich Mahlzeit macht, höher schlagen -
Und bietet einen willkommenen Grund zur Rast auf einer anstrengenden Wanderung.
Der Artgenosse, der auf unserer Wanderung im Bryce Canyon an unserer Mahlzeit teilhaben möchte, muss zwar auf den Happen vom Marsriegel verzichten.
Aber er hat uns trotzdem viel Freude bereitet.
Lassen Sie Wildtiere wild bleiben
Ob wir ihm viel Freude mit unserem Schokoriegel bereitet hätten, wagen wir zu bezweifeln.
Menschliche Nahrung ist für Tiere nicht unbedingt geeignet.
Außerdem sollen wild lebende Tiere den Menschen nicht als
Futterquelle betrachten.
Wir halten uns strikt an die Devise „Don’t feed the wildlife – keep our
wildlife wild.” “
Füttern Sie keine Wildtiere ! Lassen Sie wilde Tiere wild.“
Damit leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Schutz wild lebender Tiere.
Die niedlichen Präriehunde treffen Sie vor allem im Nordwesten der USA an.
Diese Aufnahmen entstanden im Custer State Park in South Dakota.
Die Aufnahmen der Murmeltiere entstanden an der Tioga Road in Kalifornien -
der spektakulärste Verbindungsstraße vom Yosemite Nationalpark zum Mono Lake.
Vögel
Die Aufnahme des Vogels auf dem blühenden Okotillio entstand am Campingplatz im Organ Pipe Cactus National Monument in Südarizona.
Kolibris trifft man relativ selten an, diese Aufnahme ist Manfred am frühen Morgen gelungen.
Unser aufregendstes Tiererlebnis im Grand Canyon hatten wir 2007 auf dem Rückweg am South Kabab Trail mit zwei Kondoren.
Das Jungtier saß die ganze Zeit im Baum und ließ sich von uns und den anderen Tierfreunden nicht stören.
Das Muttertier war scheinbar nicht so begeistert von uns wie wir von ihrem Nachwuchs.
Einmal flog der Altvogel bedenklich nahe über Manfred weg, der beim Fotografieren bedenklich nahe am Abgrund saß.
Da schlugen unsere Herzen für ein paar Minuten noch ein wenig höher als ohnehin schon.
Diesmal nicht vor Freude, sondern vor Schreck.
Größere Säugetiere
An Säugetieren trifft man am häufigsten auf Wapitis (Elks), und Pronghorns (Springböcke).
Der Wapiti am Grand Canyon lässt sich von den vielen großen und kleinen Tierfreunden zunächst nicht aus der Ruhe bringen.
Begegnungen mit Dallschafen oder Bergziegen sind seltener.
Diese Aufnahme von Bergziegen entstand im 2010 im Zion Nationalpark.
Entlang der Westküste treffen Sie an vielen Stellen Robben und Seeelefanten an.
Eine Kolonie von Robben hat sich dauerhaft am berühmten Pier 39 in San Francisco nieder gelassen.
Wer einen Elch sehen will, sollte in den Yellowstone Nationalpark reisen.
Das Paradies für Tierfreunde ist 1.800 km von San Francisco, 1.300 km von Las Vegas und 1.000 km vom Arches Nationalpark entfernt.
Elche sind übrigens keine harmlosen Grasfresser, sondern durchaus mit Vorsicht zu genießen.
Es ereignen sich nachweislich mehr Unfälle mit Elchen als mit Büffeln.
Wie bei allen wild lebenden Tieren heißt die Devise auch bei Elchen: Abstand halten !
Vor allem Elchkühe, die ein Kalb führen, sehen es gar nicht gern, wenn man ihnen zu nahe kommt.
Kojoten gibt es noch sehr viele, nur sieht man auch sie selten.
Gute Chancen haben Sie im Joshua Tree Nationalpark in Kalifornien.
Trotz aller Bitten an die Vernunft der Besucher werden hier wild lebende Tiere immer wieder von Besuchern gefüttert.
Deshalb trifft man Kojoten auch häufig neben der Straße und auf Parkplätzen an.
Unsere Aufnahmen sind alle ohne „Anfüttern“ entstanden.
Die Tiere haben scheinbar die Scheu vor dem Menschen verloren und sind alles andere als kamerascheu.
Ansonsten haben wir nur noch ein einziges Mal einen Kojoten gesehen.
Der verschwand in den Abendstunden beim Campingplatz im Death Valley hinter den Sanitäreinrichtungen.
Büffel
Auch Büffel treffen Sie nur noch im Nordwesten der USA an.
Nachdem die ersten weißen
Siedler die Nahrungs- und
Lebensgrundlage der Indianer systematisch dezimiert haben,
stand der
Büffel bereits kurz vor
der Ausrottung.
Gezielte Schutzprogramme konnten diese faszinierende Tierart vor dem Aussterben retten.
Büffelherden finden Sie im Yellowstone Nationalpark, Badlands Nationalpark und auch im Custer State Park in South Dakota.
Im Yellowstone weidete sogar eine große Herde direkt hinter unserem Campingplatz – ein ganz besonderes Erlebnis !
Das war nur noch vom "Traffic Jam in Yellowstone" der ganz besonderen Art zu toppen.
Die Warnungen vor Büffeln sind absolut ernst zu nehmen !
Büffel sind absolut friedlich, so lange man sie aus gebührendem Abstand beobachtet.
Kommt man einem Büffel zu nahe, so kann es durchaus passieren, dass er den Störenfried auf die Hörner nimmt.
Es geschehen wesentlich mehr schwere Unfälle mit Büffeln als mit Bären.
Bären
Auf unseren vielen Reisen durch den Südwesten der USA haben wir ein einziges Mal einen Bären gesehen -
einen jungen Schwarzbären auf der Durchfahrt durch den Yosemite Nationalpark im Jahr 2007.
Wer einen Bären sehen möchte, sollte am besten in den Yellowstone, besser nach Kanada oder noch besser nach Alaska fahren.
Am Mc Neal River, auf Kodiak Island und im Katmai Nationalpark in Alaska haben Sie eine Bären-Garantie
Für McNeal und Kodiak werden nur wenige Permits im Losverfahren erteilt.
Unsere Aufnahmen stammen von den Brooks Falls im Katmai Nationalpark in Alaska.
Selbst im Denali Nationalpark in Alaska haben wir Bären nur aus der Ferne zu Gesicht bekommen.
Schließlich sind wir für einige Tage in den Katmai Nationalpark geflogen, um endlich Bären aus nächster Nähe zu erleben.
Die Kostenfrage möchten wir hier lieber nicht erörtern, aber das Erlebnis war jeden Dollar wert.
Reptilien
Echsen sind überall anzutreffen, bis auf die Gila Echse sind alle ungiftig und harmlos.
Gelegentlich sicht man auch Schildkröten.
Schlangen gibt es zwar auch sehr häufig, nur sieht man sie wesentlich seltener als Echsen.
Fast alle Schlangenarten in den USA sind für den Menschen harmlos.
Giftig sind nur Klapperschlangen, die auffällig gefärbte Korallenschlange (Coral Snake) und die Kupferkopf (Copperhead).
Wir hatten ein einziges Mal eine Begegnung mit einer Klapperschlange – am frühen
Morgen auf einer Wanderung im Joshua Tree Nationalpark –
und die verlief absolut harmlos.
Bullennattern (Bullsnake, Gopher Snake) trifft man relativ häufig an.
Die Ähnlichkeit mit Klapperschlangen schreckt sicher so manchen Fressfeind ab, aber für den Menschen ist die Bullsnake absolut harmlos.
Wir hatten 2010 ein ziemlich aufregendes Erlebnis, als wir eine Bullsnake irrtümlich für eine Klapperschlange gehalten haben.
Der Red Racer (Roter Raser) macht seinem alle Ehre – da muss man die Kamera sehr schnell zur Hand haben.
Das Märchen von der bösen Schlange
Bereits in der Bibel war die Schlange die Böse – sie hat Adam und Eva dazu verführt, von der verbotenen Frucht zu essen.
Also ist die Schlange daran schuld, dass die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden und nie wieder dorthin zurückkehren durften.
Seit Adam und Eva hat sich an der Einstellung zu Schlangen nicht viel geändert.
Klapperschlangen gehören in den USA wohl zu den am meisten diskriminierten Lebewesen.
Sogar international anerkannte Tierschützer schrecken nicht davor zurück, Schauermärchen über Klapperschlangen-Attacken zu verbreiten, die sich bei genauer Betrachtung als absolut unrealistisch herausstellen.
In Texas werden Klapperschlangen in organisierten Massenjagden mit Volksfestcharakter zu Tausenden erbarmungslos abgeschlachtet.
Ein fragwürdiger Spaß für die ganze Familie.
Die Wahrheit über Klapperschlangen
Klapperschlange regulieren die Populationen von Nagetieren und spielen eine wichtige Rolle beim Erhalt des biologischen Gleichgewichts.Klapperschlangen als Lebensretter
Klapperschlangen können sogar Menschenleben retten, weil ihr Gift in der Krebsforschung verwendet wird.
Klapperschlangen gehen dem Menschen aus dem Weg
Viele Menschen haben Angst, auf einer Wanderung einer Klapperschlange zu begegnen.Wild lebende Tiere gehen dem Menschen aus dem Weg, wenn sie können.
Auch Klapperschlangen scheuen Begegnungen mit Menschen.
Wir hatten auf unseren zahlreichen Wanderungen in der amerikanischen Wildnis eine einzige Begegnung mit einer Klapperschlange.
Sie sonnte sich am frühen Morgen friedlich auf einem Wanderweg im Joshua Tree Nationalpark und rührte sich nicht vom Fleck.
Erst als wir ihr zu nahe kamen, setzte sie sich in Bewegung – und zwar fluchtartig in den nächsten Busch.
Erst dort, als sie sich sicher fühlte, fing sie bedrohlich zu rasseln an.
Wir setzten unsere Wanderung fort – der Adrenalinspiegel war ziemlich hoch, aber diese Begegnung war wohl ziemlich typisch.
Ein Zuschauer teilte uns mit, dass sich eine Schlange vor ihm aufgerichtet hat, aber auch sie flüchtete wenig später, obwohl er sich ruhig verhielt.
Die Geschichten über hinterlistige Klapperschlangen, die aus dem Hinterhalt friedliche Wanderer angreifen, gehören ins Lexikon der populären Irrtümer – auch wenn solche Märchen sogar von weltberühmten Tierschützern verbreitet werden.
Klapperschlangen greifen nur zur Selbstverteidigung ein
Klapperschlangen haben nur beschränkte Giftvorräte und gehen deshalb sparsam mit ihrem Gift um.
Sie brauchen ihr Gift für das Töten ihrer Beute und zur Verteidigung gegen Feinde – dazu gehört auch der Mensch.
Den Menschen greifen sie nur aus einem Grund an – zur Selbstverteidigung.
Als Beute kommt der Mensch nicht in Frage, sogar ein Kleinkind ist für eine Klapperschlange viel zu groß.
Klapperschlangen ernähren sich von Nagetieren und sehr kleinen Säugetieren.
Eine Klapperschlange wird in der Regel maximal einen Meter lang und verschluckt ihre Beute in einem Stück.
Die Giftzähne sind nicht zum Zerkleinern der Nahrung geeignet.
Klapperschlangen warnen den Menschen
Klapperschlangen warnen ihre Feinde, ehe sie zum Angriff übergehen.
Rasseln und die aufgerichtete Drohposition bedeuten „Du bist in mein Revier eingedrungen. Bitte verschwinde hier !“
Richtiges Verhalten bei einer Begegnung mit Klapperschlangen
Wenn Sie ein Rasseln hören oder sich eine Klapperschlange in Drohposition vor Ihnen aufrichtet:
Bleiben Sie ruhig stehen. Normalerweise verschwindet die Schlange von selbst.
Bewegen Sie sich nicht – Schlangen reagieren auf Bewegung.
Greifen Sie das Tier auf keinen Fall an !
Mehr als die Hälfte aller Opfer von Schlangenbissen gibt zu, dass sie versucht haben, die Schlange zu verjagen oder zu töten.
Die Dunkelziffer der selbstverschuldeten Schlangenbisse liegt sicher weit höher.
Wenn die Schlange angreift, heben Sie einen Fuß hoch.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit beißt sie sich in Ihrem Schuh fest.
Wenn Sie feste Schuhe tragen – und das sollten Sie in der Wildnis immer – hat mit Sicherheit die Schlange das Nachsehen.
Klapperschlangenbisse enden selten tödlich
Wenn Sie tatsächlich gebissen wurden: Bewahren Sie die Ruhe !
Viele Schlangenbisse sind „trocken“, d. h. die Schlange sondert kein Gift ab – denn mit ihrem Gift gehen Schlangen sehr sparsam um.Der Schocktod ist nicht zu unterschätzen. Häufig sterben Opfer von Schlangenbissen nicht am Gift, sondern vor Angst.
Ärzte und Krankenhäuser in den USA haben ein Gegengift gegen Klapperschlangengift parat.
Wenn Sie rechtzeitig in ärztliche Behandlung kommen, brauchen Sie nicht um Ihre Gesundheit zu bangen.
Menschen überleben einen Klapperschlangebiss mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
Für uns war die bisher leider einmalige Begegnung mit einer Klapperschlange ein einmaliges Erlebnis,
das wir bei unseren vielen Tiererlebnissen nicht missen möchten.
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