Tierwelt im Westen der USA

Reiseführer und Naturführer versprechen eine ungeheuere Artenvielfalt – die zweifelsohne auch besteht. Nur bekommt 
der Tourist die meisten Arten nur selten oder gar nicht zu Gesicht.

Wild lebende Tiere und gehen dem Menschen aus dem Weg, wenn es geht. Hinzu kommt, dass sich viele Tiere vor
der Hitze des Tages zurückziehen und nur in den kühleren Abendstunden oder am frühen Morgen zu sehen sind.

Die besten Chancen, Tiere zu sehen, haben Sie auf Wanderungen abseits der ausgetretenen Pfade oder auf
Campingplätzen in der freien Natur.

Kleinere Säugetiere

Am häufigsten treffen Sie Nagetiere und Eidechsen an, gelegentlich auch Schlangen, von denen in den USA bis auf 
vier Arten alle harmlos sind. Tiererlebnisse sind immer etwas Besonderes – auch Begegnungen mit den ganz Kleinen.
Ein Streifenhörnchen, das im Grand
Canyon genüsslich Mahlzeit macht,
lässt das Herz jedes Tierfreundes
höher schlagen – und bietet einen
willkommenen Grund zur Rast auf
einer anstrengenden Wanderung.
Squirrel_ im_Grand_Canyon.jpg (28331 Byte) Der Artgenosse, der auf unserer
Wanderung im Bryce Canyon an
unserer Mahlzeit teilhaben möchte,
muss zwar auf den Happen vom
Marsriegel verzichten, aber er
bereitet uns und auch unseren
Zuschauern viel Freude. 
Squirrel_im_Bryce_Canyon.jpg (69800 Byte)

Ob wir ihm viel Freude mit unserem Schokoriegel bereitet hätten, wagen wir zu bezweifeln, denn menschliche Nahrung ist 
für Tiere nicht unbedingt geeignet und außerdem sollen wild lebende Tiere den Menschen nicht als Futterquelle betrachten.
Wir halten uns strikt an die Devise „Don’t feed the wildlife – keep our wildlife wild.” “Füttern Sie keine Wildtiere  
lassen Sie wilde Tiere wild.“ Damit leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Schutz wild lebender Tiere.

Die niedlichen Präriehunde treffen Sie vor allem im
Nordwesten der USA an.
Diese Aufnahmen entstanden  
im Custer State Park in South Dakota. 

Prairiedog.jpg (40334 Byte) Prairiehunde.jpg (45996 Byte)
Vögel

Die Aufnahme des Vogels auf dem blühenden
Okotillio entstand im April am Campingplatz 
im Organ Pipe Cactus National Monument in
Südarizona. Kolibris trifft man relativ selten an, 
diese Aufnahme ist Manfred am frühen Morgen
gelungen.
Vogel_im_Organ.jpg (21865 Byte)
Kolibri.jpg (25186 Byte)
Größere Säugetiere

An Säugetieren trifft man am häufigsten auf Wapitis
(Elks), und Pronghorns (Springböcke). Begegnungen 
mit Dallschafen oder Bergziegen sind seltener.

Pronghorn.jpg (45651 Byte)

wapiti.jpg (83464 Byte)

Begegnungen mit Dallschafen oder Bergziegen sind
seltener. Diese Aufnahme von Bergziegen entstand
im Dezember 2004 im Zion Nationalpark.

mountaingoats.jpg (93507 Byte)

Entlang der Westküste treffen Sie an vielen Stellen
Robben und Seeelefanten an.

Eine Kolonie von Robben hat sich dauerhaft am 
berühmten Pier 39 in San Francisco nieder gelassen
(Bild rechts).

seeelefanten.jpg (64190 Byte)

Rooben_am_Pier39.jpg (85790 Byte)

Wer einen Elch sehen will, sollte in den Yellowstone Nationalpark reisen. Er ist ein

Paradies für Tierfreunde, aber 1.800 km von San Francisco, 1.300 km von Las Vegas
und
1.000 km vom Arches Nationalpark entfernt. Elche sind übrigens keine harmlosen
Grasfresser, sondern durchaus mit Vorsicht zu genießen. Nachweislich ereignen sich
mehr
Unfälle mit Elchen als mit Büffeln. Wie bei allen wild lebenden Tieren heißt die
Devise
auch bei Elchen: Abstand halten ! Vor allem Elchkühe, die ein Kalb führen,
sehen es gar
nicht gern, wenn man ihnen  zu nahe kommt.

Elch.jpg (82342 Byte)

Kojoten

 Kojoten gibt es noch sehr viele, nur sieht man auch sie selten. Mit Sicherheit treffen Sie welche im Joshua Tree Nationalpark
in Kalifornien an. Trotz aller Bitten an die Vernunft der Besucher werden hier wild lebende Tiere immer wieder von Besuchern
gefüttert, deshalb trifft man Kojoten auch häufig neben der Straße und auf Parkplätzen an. Unsere Aufnahmen sind alle ohne
„Anfüttern“ entstanden – die Tiere haben scheinbar die Scheu vor dem Menschen verloren und sind alles andere als kamera-
scheu. Ansonsten haben wir nur noch ein einziges Mal einen Kojoten gesehen – der verschwand in den Abendstunden beim
Campingplatz im Death Valley hinter den Sanitäreinrichtungen.

Kojoten gibt es noch sehr viele, nur sieht man auch sie selten. Mit Sicherheit treffen Sie
Kojoten im Joshua Tree Nationalpark in Kalifornien an. Trotz aller Bitten an die Vernunft 
der Besucher werden hier wild lebende Tiere immer wieder von Besuchern gefüttert, 
deshalb trifft man Kojoten auch häufig neben der Straße und auf Parkplätzen an. Unsere
Aufnahmen sind ohne Anfüttern entstanden – die Tiere haben scheinbar die Scheu vor
Menschen verloren und sind alles andere als kamerascheu. Ansonsten haben wir nur
noch ein einziges Mal  einen Kojoten gesehen, der in den Abendstunden beim
Campingplatz im Death Valley hinter den Sanitäreinrichtungen verschwand . 
Kojote_02.jpg (58529 Byte)

Büffel

Auch Büffel treffen Sie nur noch im Nordwesten der USA an. Nachdem die ersten weißen
Siedler die Nahrungs- und Lebensgrundlage der Indianer systematisch dezimiert haben, 
stand der Büffel bereits kurz vor der Ausrottung. Gezielte Schutzprogramme konnten diese
faszinierende Tierart vor dem Aussterben retten. Im Yellowstone Nationalpark, Badlands
Nationalpark und auch im
Custer State Park in South Dakota können Sie friedlich grasende
Büffelherden beobachten – im Yellowstone weidete sogar eine große Herde direkt hinter
unserem Campingplatz – ein ganz besonderes Erlebnis !

 

Die Warnungen vor Büffeln sind absolut ernst zu nehmen ! Büffel sind absolut friedlich, so
lange man sie aus gebührendem Abstand beobachtet. Kommt man einem Büffel zu nahe,
so kann es durchaus passieren, dass er den Störenfried auf die Hörner nimmt.

Es geschehen wesentlich mehr schwere Unfälle mit Büffeln als mit Bären.

Bueffel.jpg (71978 Byte)




Bären

Wer einen Bären sehen möchte, sollte am besten in den Yellowstone, besser nach
Kanada oder noch  besser nach Alaska fahren. Am Mc Neal River, auf Kodiak Island
und im Katmai Nationalpark in Alaska haben Sie eine Bären-Garantie, für McNeal
und Kodiak werden nur wenige Permits im Losverfahren erteilt. Unsere Aufnahmen
stammen aus dem Katmai Nationalpark in Alaska.

Im Yellowstone Nationalpark sind die Zeiten vorbei, an denen Schwarzbären an der Straße 
standen und Touristen um Futter anbettelten. Schade für die Besucher – gut für die Bären.
Denn ein Bär ist ein wildes Tier und sollte den Menschen nicht als Nahrungsquelle betrachten. Die Warnungen vor Bären (Bild rechts) sind sicher gut gemeint, aber auf den meisten Camping-plätzen ziemlich deplaziert. In den hoffnungslos überfüllten Campingplätzen im Yellowstone
Nationalpark wird sicher kein Bär die Lagerfeuerromantik amerikanischer Familien oder
internationaler Touristen stören. Eher stört die ausgelassene Fröhlichkeit die Nachtruhe
der Bären.

Baerenwarnung.jpg (53111 Byte)

Bärenwarnung im Yellowstone


 

Selbst im Denali Nationalpark in Alaska haben wir Bären nur aus der Ferne zu Gesicht bekommen. Schließlich sind wir für einige

Tage in den Katmai Nationalpark geflogen, um endlich unseren Traum von der Begegnung mit Meister Petz zu verwirklichen. Die 

 Kostenfrage möchten wir hier lieber nicht erörtern, aber das Erlebnis war jeden Dollar wert.

 

Baeren-03.jpg (61417 Byte)

Baeren-02.jpg (78789 Byte)

Baeren.jpg (77549 Byte)

Baeren-01.jpg (70581 Byte)


Lachsfischen an den Brook Falls im Katmai National Park in Alaska

Reptilien

Echsen sind überall anzutreffen, bis auf die Gila Echse sind alle ungiftig und harmlos. Gelegentlich sicht man auch Schildkröten.

Schlangen gibt es zwar auch sehr häufig, nur sieht man sie wesentlich seltener als Echsen. Fast alle Schlangenarten in den USA

sind für den Menschen harmlos.

Giftig sind nur Klapperschlangen, die auffällig gefärbte Korallenschlange (Coral Snake) und die Kupferkopf (Copperhead).

Wir hatten ein einziges Mal eine Begegnung mit einer Klapperschlange – am frühen Morgen auf einer Wanderung ins

Wonderland of Rocks im Joshua Tree Nationalpark – und die verlief absolut harmlos.

Näheres unter „Die Wahrheit über Klapperschlangen“

Bullennattern (Bullsnake, Gopher Snake) trifft man relativ häufig an. Die Ähnlichkeit mit Klapperschlangen schreckt sicher so 

manchen Fressfeind ab, aber für den Menschen ist die Bullsnake absolut harmlos. Der Red Racer (Roter Raser) macht seinem

alle Ehre – da muss man die Kamera sehr schnell zur Hand haben.

Bullsnake.jpg (93024 Byte)

Klapperschlange.jpg (138434 Byte)

Eidechse.jpg (72709 Byte)

Schildkroete.jpg (99699 Byte)

Das Märchen von der bösen Schlange

Bereits in der Bibel war die Schlange die Böse – sie hat Adam und Eva dazu verführt, von der verbotenen Frucht zu essen. 
Also ist die Schlange daran schuld, dass die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden und nie wieder dorthin zurück-
kehren
durften. Seit Adam und Eva hat sich an der Einstellung zu Schlangen nicht viel geändert. 
 
Klapperschlangen gehören in den USA wohl zu den am meisten diskriminierten Lebewesen. Sogar international anerkannte 
Tierschützer schrecken nicht davor zurück, Schauermärchen über Klapperschlangen-Attacken zu verbreiten, die sich bei 
genauer Betrachtung als absolut unrealistisch herausstellen.
In Texas werden Klapperschlangen in organisierten Massenjagden mit Volksfestcharakter zu Tausenden erbarmungslos

abgeschlachtet. Ein fragwürdiger Spaß für die ganze Familie.

Die Wahrheit über Klapperschlangen

Klapperschlange spielen eine wichtige Rolle beim Erhalt des biologischen Gleichgewichts in der Natur, weil sie die 
Populationen
von Nagetieren regulieren.

Klapperschlangen als Lebensretter

Klapperschlangen können sogar Menschenleben retten, weil ihr Gift in der Krebsforschung verwendet wird.

Klapperschlangen gehen dem Menschen aus dem Weg 

Viele Menschen haben Angst, auf einer Wanderung einer  Klapperschlange zu begegnen. Wild lebende Tiere gehen dem Menschen
aus dem Weg, wenn sie können. Auch Klapperschlangen scheuen Begegnungen mit Menschen. Wir hatten auf unseren zahlreichen
Wanderungen in der amerikanischen Wildnis eine einzige Begegnung mit einer Klapperschlange. Sie sonnte sich am frühen Morgen
friedlich auf einem Wanderweg im Joshua Tree Nationalpark und rührte sich nicht vom Fleck. Erst als wir ihr zu nahe kamen, setzte 
sie sich in Bewegung – und zwar fluchtartig in den nächsten Busch. Und erst dort, als sie sich sicher fühlte, fing sie bedrohlich zu
rasseln an.
Wir setzten unsere Wanderung fort – der Adrenalinspiegel war ziemlich hoch, aber diese Begegnung war wohl ziemlich typisch.
Ein Zuschauer teilte uns mit, dass sich eine Schlange vor ihm aufgerichtet hat, aber auch sie flüchtete wenig später, obwohl er
sich ruhig verhielt.
Die Geschichten über hinterlistige Klapperschlangen, die aus dem Hinterhalt friedliche Wanderer angreifen, gehören ins Lexikon
der populären Irrtümer – auch wenn solche Märchen sogar von weltberühmten Tierschützern verbreitet werden.

Klapperschlangen greifen nur zur Selbstverteidigung an

Klapperschlangen haben nur beschränkte Giftvorräte und gehen deshalb sparsam mit ihrem Gift um. Sie brauchen ihr Gift für 
das Töten ihrer Beute und zur Verteidigung gegen Feinde – dazu gehört auch der Mensch. 
Den Menschen greifen sie nur aus einem Grund an – zur Selbstverteidigung.
Als Beute kommt der Mensch nicht in Frage, sogar ein Kleinkind ist für eine Klapperschlange viel zu groß. Klapperschlangen 
ernähren sich von Nagetieren und sehr kleinen Säugetieren. Eine Klapperschlange wird in der Regel maximal einen Meter
lang und verschluckt ihre Beute in einem Stück. Die Giftzähne sind nicht zum Zerkleinern der Nahrung geeignet.

Klapperschlangen warnen den Menschen

Klapperschlangen warnen ihre Feinde, ehe sie zum Angriff übergehen.

Rasseln und die aufgerichtete Drohposition bedeuten „Du bist in mein Revier eingedrungen. Bitte verschwinde hier !“

Richtiges Verhalten bei einer Begegnung mit Klapperschlangen

Wenn Sie ein Rasseln hören oder sich eine Klapperschlange in Drohposition vor Ihnen aufrichtet:
Bleiben Sie ruhig stehen. Normalerweise verschwindet die Schlange von selbst.
Bewegen Sie sich nicht – Schlangen reagieren auf Bewegung.
Greifen Sie das Tier auf keinen Fall an ! Mehr als die Hälfte aller Opfer von Schlangenbissen gibt zu, dass sie versucht haben, 
die Schlange zu verjagen oder zu töten. Die Dunkelziffer der selbstverschuldeten Schlangenbisse liegt sicher weit höher.
Wenn die Schlange angreift, heben Sie einen Fuß hoch – mit hoher Wahrscheinlichkeit beisst sie sich in Ihrem Schuh fest. 
Wenn Sie feste Schuhe tragen – und das sollten Sie in der Wildnis immer – hat mit Sicherheit die Schlange das Nachsehen.

Klapperschlangenbisse enden selten tödlich 

Wenn Sie tatsächlich gebissen wurden: Bewahren Sie die Ruhe !

Viele Schlangenbisse sind „trocken“, d. h. die Schlange sondert kein Gift ab – denn mit ihrem Gift gehen Schlangen sehr sparsam um.  

Der Schocktod ist nicht zu unterschätzen – häufig sterben Opfer von Schlangenbissen nicht am Gift, sondern vor Angst. 

Ärzte und Krankenhäuser in den USA haben ein Gegengift gegen Klapperschlangengift parat. Wenn Sie rechtzeitig in 
ärztliche 
Behandlung kommen, brauchen Sie nicht um Ihre Gesundheit zu bangen. 

Menschen überleben einen Klapperschlangebiss mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
 

Für uns war die bisher leider einmalige Begegnung mit einer Klapperschlange ein wirklich einmaliges Erlebnis, 
das wir bei
unseren vielen Tiererlebnissen nicht missen möchten.

                  Der Südwesten der USA     Flora    Wandern    New York     Baja California    Termine   

                                                Hawaii     Neuseeland - Das schönste Ende der Welt    

                                                                              Zurück zur Startseite